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Users: augzoobax
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Ich werde dich niemals vergessen
Einen Monat später zogen sie plötzlich nach Göteborg. Es kam ganz überraschend...
Ich machte mir Sorgen, wie ich mich von Marcus verabschieden sollte. Irgendwie musste ich ihm doch zeigen, wie sehr ich ihn mochte. Beim blosen Gedanken kriegte ich schon weiche Knie. Nervös sah ich mich um... Marcus ist noch oben in der Wohnung sagte Arne. Ich jagte die Treppe hinauf. Fast einer Ohnmacht nahe stürmte ich über die Schwelle in die leere Wohnung. Das war alles nicht wahr. Ich spielte in einem Film mit. Da war ein leerer Raum. Menschen, die Abschied nahmen. Hellgraue Wolken vor den nackten Fensterscheiben. Hupende Autos auf der Strasse und Staubflocken auf dem Boden. Schicksalsschwehr. Als o´b alles so arrangiert wäre. Ich wurde ungeduldig, wollte die Szene hinter mich bringen und in die Wirklichkeit zurückkehren.
"Johan, bist du das ?" Marcus´ Stimme zog mich tiefer hinein in den Film. Ich blieb zögernd stehen, lehnte mich an den Türrahmen und sah ihn an. Er war dabei, mit einem gewöhnlichen Messer Heftzwecke aus der Wand zu polken, rollte dann die befreiten Poster zusammen und amchte einen Gummiring darum. Er wandte sich mir zu. Staubgeruch. Marcusduft. Sah ich ihn zum letzten mal? Weisse Wände. Keine Blumen oder hochgezogene Jalousien. Unendlichkeit da draussen. Marcus sollte da hinaus. Nicht so weit, nur bis Göteborg. Trotzdem... "ich wollte nur tschüss sagen", sagte ich. Mein Herz machte einen Extrasatz. Ich streckte die Hand aus. Es kam mit feierlich und steif vor. Er legte die Poster auf den Boden, rieb die Handflächen an seinen blassblauen Jeans ab, kam auf mich zu und ergriff meine Hand. Ein lächerlicher halber Schritt trennte uns. Meine Hand wurde warm von seiner, und ich schwitzte plötzlich am ganzen Körper. Ich konnte mich nicht mehr halten. Ich machte diesen halben Schritt, umarmte ihn und glaubte, zerspringen zu müssen aus Sorge darüber, was er wohl denken würde. Aber ich musste es tun. Wenigstens um meinetwillen musste ich einmal den ganzen Marcus richtig fühlen. Durch den Puli spürte ich die Konturen seines Schulterblattes - es war gross und mächtig. Er war so erwachsen. Zu meiner Erleichterung erwiderte er die Umarmung und drückte seine Hände gegen meinen Rücken. "Ich...", fing ich an, kam aber nicht weiter. Marcus bemerkte sicher, wie die Pulsadern in meinem Hals pochten, und ich errötete. Ich hab dich gern, Marcus! Wie sollte ich das sagen, ohne dass es blöd klang ? Das war das einzige, was ich ihm sagen, schreien zuflüstern wollte. Ich werde dich niemals vergessen! "Ich ... werde dich vermissen." Erstaunt hörte ichi mich diese einfachen Worte direkt in sein Ohr sagen. Im selben Moment schämte ich mich erbärmlich. Ich hatte zuviel gesagt. Die Umarmung währe genug gewesen. Kloss im Hals. Nicht weinen Johan! Du darfst nicht anfangen zu heulen und dich für alle Zeiten lächerlich machen. "Dummerchen!" sagte Marcus mit einem Lachen. Doch er stiess mich nicht weg, sondern packte meinen Nacken, als ob ich ein kleines Kind wäre, und drückte mich mit einigen besonders festen, jungenhaften Umarmungen. Dann liess er mich los, sammelte die Poster ein und klemmte sie sich unter den rechten Arm.
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